Der Wilhelmsturm bei Wölpinghausen

Wer kennt ihn nicht, den Wilhelmsturm bei Bad Rehburg, der auf dem Kamm des 135 m hoheWilhelmsturm Wölpinghausenn Wölpinghäuser Berges weit ins Land hinausschaut.

Zum Zwecke der Landesvermessung wurde der Wilhelmsturm in den Jahren 1846 - 1848 von Georg Wilhelm zu Schaumburg-Lippe erbaut. Über der Tür des Wilhelmstums ist eine Sandsteintafel eingelassen, sie trägt die Inschrift: „Wilhelms Thurm, erbaut im Jahre 1848. G.W.“

Die Sandsteine wurden aus einem Steinbruch ganz in der Nähe des Wilhelmsturms gebrochen, bearbeitet und zum "Bauplatz" transportiert. Ebenso wurde das Holz aus den umliegenden Wäldern geschlagen und verbaut.

Georg Wilhelm zu Schaumburg-Lippe nannte den Wilhelmsturm nach seinem Vorfahren dem Grafen Wilhelm zuSchaumburg-Lippe, dem großen Feldherrn und Erbauer des Wilhelmsteins im Steinhuder Meer. Grund für die Bennenung ist wohl nicht zuletzt die Tatsache, das der Wilhelmsturm auf den Grundmauern des ehemaligen Ruhesitzes des Grafen Wilhelm, dem Haus „Bergleben“, steht. Hier starb Graf Wilhelm am 09 September 1777 an „gänzlicher Entkräftung und einer Geschwulst“. Der Wilhelmsturm steht nicht genau in der Mitte des ehemaligen Hauses „Bergleben“ sondern vielmehr in einer der Ecken. Die Grundmauern des ehem. Hauses "Bergleben" sind auch heute noch zu sehen.

Heute befindet sich um den Turm herum ein Grillplatz mit Hütte. Neben dem Turm wurde ein Gebäude mit dem Namen „Haus Bergleben“ wieder erbaut, in dem sich derzeit eine Gaststätte für Wanderer befindet. Der Kulturerhaltungsverein Bad Rehburg pflegt und betreibt den Wilhelmsturm.

In unmittelbarer Nähe des Wilhelmsturms befinde sich die Landwehr, eine Landschafts-Grenzbefestigungen aus früheren Jahrhunderten.

Alljährlich zum 01. Mai, der Saison und Turmeröffnung, marschiert das Infanterieregiment Graf Wilhelm zum Wilhelmsturm um die Schaumburg-Lippische Fahne zu hissen und mit Exerzierübungen, Kanonendonner und Salutschüssen dem Grafen Wilhelm zu gedenken.

Foto: „Wilhelmsturm Wölpinghausen“ von Axel Hindemith / Wikipedia