Spanische Reiter

Ein Spanischer Reiter (auch Friesischer Reiter oder Cheval de frise) ist eine seit dem Mittelalter unter diesem Namen bekannte aber bereits in der Vorzeit verwendete Barriere.

Moderne Spanische Reiter bestehen typischerweise aus circa 1,5 m langen, X-förmig zusammengebundenen und angespitzten Stangen, welche durch eine 5 bis 6 m lange Längsstange so verbunden werden, dass man nicht hindurchkriechen kann. Ursprünglich waren sie aus Holz und gegen Reiter gerichtet und dienten der Lagerbefestigung. Man stellte sie her, indem man durch einen langen Baum (Leib) spitze Pfähle (Federn)  einander kreuzend steckte. Der Leib wurde auf einem Wagen mitgeführt, mitunter war die ganze Vorrichtung fahrbar angelegt.

Die Spanischen Reiter wurden unter Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe hauptsächlich zur Sicherung der Lücken zwischen den Linien und zum Schutz von Geschützstellungen vor Cavallerieangriffen eingesetzt. Auch im Nahkampf kamen Spanische Reiter zum Einsatz, indem man die ganze fahrbare Barriere vor sich herschob.